Japanreise: Okayama castle und Korakuen Garten

Am 21. waren wir mit Monis Freundin Keiko am Bahnhof von Okayama verabredet.

Okayama liegt etwa 90 Minuten mit dem Shinkansen Hikari von Kyoto entfernt.

Wir haben uns ohne Probleme gefunden und gleich sehr gut verstanden. Keiko ist eine sehr liebenswerte Person.

Sie hat uns als erstes zum berühmten Korakuen Landschaftsgarten geführt. Anders als die Gärten bei den Schreinen oder der Imperial Villa ist das ein wirklich großer Park, mit Spazierwegen, mehreren Hainen (einer mit Kirschblütenbäumen, ein anderer mit Plfaumenbäumen und ein dritter mit Ahorn, der im Herbst rot wird), einer winzigen Teeplantage, kleinen Wasserfällen, einem Hügel usw...

In der Mitte steht ein Haus, das früher der Lord der Okayama-Burg als Freizeitdomizil benutzt hat. Das Haus hat eine Bühne für Noh-Theater und heute wird es gern für Hochzeiten benützt.

Es war brütend heiß, also sind wir zwischendurch in ein winziges Teehäuschen auf eine Schale Grüntee und Süßigkeiten gegangen, um uns abzukühlen. Durch das Kreisrunde Fenster des Teeraums hat man einen sehr schönen Rahmen für Gartenfotos.

In den Teichen sind zahlreiche Koi, große bunte Karpfen, zuhause. Besucher können spezielles Futter kaufen, und die Koi wissen genau, wo die Stufen zum Wasser führen und es etwas zu holen gibt. Die Schildkröten mögen das gleiche Futter und kommen ebenso.

 

Unser zweites Ziel lag auf der anderen Seite des Flusses, die Burg von Okayama.

Sie wurde im Auftrag von Toyotomi Hideyoshi unter der Aufsicht von Ukita Hideie errichtet. Ukita hat dann auch darin gewohnt, ebenso sein Sohn, dann wechselte der Besitzer zu Kobayakawa und dann zur Ikeda Familie. Die Ikeda Familie bewohnte die Burg bis 1869, dann wurde sie an den Staat verkauft, der sich allerdings nicht den Erhalt der ganzen Anlage leisten konnte und die Gebäude bis auf die allerwichtigsten schleifen ließ.

Bei den Luftangriffen im zweiten Weltkrieg ging die Burg in Flammen auf und wurde 1966 wieder neu aufgebaut, ganz das Abbild der alten Burg, zumindest von außen.

Innen drin ist die Burg ein Museum mit Lift, der bis zum fünften Stockwerk führt, die beiden letzten erklimmt man über eine Treppe. Der Ausblick von dort ist sehr schön. Die Burg heißt auch Krähenburg, wegen der schwarzen Farbe. Der goldfarbene Fisch auf dem Dach (es hat davon mehrere) soll vor Feuer schützen (sinnbildlich).

Innen drin sind Waffen, Samurairüstungen, Bilder und Dokumente zu sehen, es gibt auch das nachgebaute Zimmer des Burgherrn, und die Möglichkeit, sich zu verkleiden und in diesem Zimmer für Fotos zu posieren.

Auch in einer Sänfte kann man Platz nehmen für Fotos. Die unteren Stockwerke haben Klimaanlage, also ist der Aufenthalt dort sehr angenehm und interessant.

Von den Ausstellungsstücken darf man leider keine Fotos machen.

Zum Lunch hat uns Keiko in ihr Lieblingscafe geführt. Besonders gefallen hat uns dort der englische Spruch an der Wand.

Wie das Katzencafe in Kyoto mit Kanna, gibt es auch in diesem Cafe eine große Bücherwand und man kann sich die Bücher auch nehmen und lesen.

Das Essen war lecker und mit ca. 8 Euro auch günstig.

Den Abschluss bildete ein Besuch im Orientalischen Museum, wo wir die Sonderausstellung zur Glasherstellung besuchten. Exponate aus verschiedenen Museen sind dort den Farben nach geordnet mit Erläuterungen, welche Techniken der Glasherstellung wann wo üblich waren, welche Schwierigkeiten es gab und wie die verschiedenen Farben erzeugt wurden. Glaskünstler aus Japan haben versucht, historische Glasherstellungsmethoden nachzuvollziehen, was man in kurzen Filmen mitverfolgen kann. Sehr interessant und wirklich wunderschön, besonders auch die modernen Exponate eines Glaskünstlers. Leider war in der ganzen Ausstellung Fotoverbot und von außen wirkte das Museum auch nicht gerade orientalisch, sodass wir keine Fotos gemacht haben.

Auf der Heimreise nach Kyoto hat Moni noch diese Aufnahme aus dem Zug gemacht. Ein wirklich schöner Sonnenuntergang.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0